Freitag, 11. August 2017

Essen...essen...essen

Es war ein Fressurlaub! :-) 
Wirklich. 
Wir haben den ganzen Tag nur gegessen und erneut gegessen und dazwischen auch gegessen. 
Wenn wir an einem Tag drei Treffen hatten, dann aßen wir dreimal, und oft drei Menügänge, bis mir teilweise schon schlecht ging, da mein Magen schon meine Rippen gedrückt hat, daß das Atmen schwer fiel.:-)


Wunderschöne, oft mächtig große Sonnenblumenfelder gab es überall, aber fast nie konnten wir an der Straße für fotografieren anhalten. Das tat mir sehr leid. 

Nächstes Bild: dörfliches Haus von unseren Freunden


Beim Besuch bei guten Freunden am Land, haben wir gemeinsam gekocht. 
Wir haben unseren Teil von Zwiebelschneiden, Karfotteflschälen usw. ausgenommen, 
so hat es richtig Spaß gemacht. Weniger Spaß war, bei 40 Grad in der Sonne im Garten drei Stunden neben dem Lagerfeuer stehen und das Kesselgulasch rühren. 


Der "bogrács" (sprich: bogratsch) ist ein Metallkessel, den schon alte ungarische Nomadenrittervölker bei ihren Wanderungen für Kochen benützt haben. Der Name stammt aus dem osmanischen-türkischen Wort: bakraç

In Ungarn steht im Sommer auf jeder Veranda, jedem Balkon oder im Garten eine 5-Liter Flasche mit "kovászos" Gurken. 
Das Wort "kovász" steht nirgends in einem Wörterbuch. Wenn ich es in Wikipedia auf ungarisch eingebe, komme ich weitergeleitet auf die deutsche Seite, dort heißt es Sauerteig. Aber es handelt sich hier nicht um den Teig, sonder um das Material, was eben den Sauerteig zu "sauer" macht. Genauer gesagt, handelt es sich hier um Milchsäurebakterien und Hefen, die einen Gährprozess in stande setzen. 

Da werden die Guren länglich halb eingeschnitten, es kommt Salz, Dill und heißes Wasser dazu, oben in Gase gebunden ein Stück Sauerteigweißbrot und dann muß es drei Tage lang in der knaller Sonne reifen (gähren). Der Geschmack ist einzigartig, und sehr lecker. Manche tun noch Knoblauch oder scharfe Pepperonis dazu. 
Im Sommer werden diese Gurken überall automatisch zu dem Essen gelegt.




 Eine Übersetzung im Restaurant hat diese Gurken "fermentierte Gurken" genannt. Finde ich ein bißchen abartig. 😁

 An einem Tag haben wir Ausflug auf den Hortobágy (puszta) gemacht und dort gibt es viele Kesselverkäufer am Straßenrand. Auch Störche hat jedes Dorf, mindestens 2-3 Nester pro Dorf.
 




In Hortobágy haben wir Fischsuppe und Hecht zum Mittag gegessen: 



An einem Abend waren wir bei unseren Freunden, die zwei Wochen vorher bei uns in Deutschland waren. Da mein Mann selber der "Fischgodzilla" ist (also, könnte sich nur von Fisch ernähren) haben unsere Freunde für ihn Sushi und Fischsuppe gekocht.





In dem Nachbarhof waren zehn Ziegen, die uns oft lustig unterhalten haben. 


Kommentare:

  1. Boa, wo haste das "hingesteckt"...also ich könnte das nicht, vor allem öfters drei Gänge, da wäre mir schlecht geworden^^ Bei so vielen Besuchen wäre ich als Gastgeber aber auch nicht sauer wenn abgelehnt wird. Gemütlich zusammensitzen und was trinken würde auch ausreichen, auch wenn die Gastfreundschaft natürlich immer etwas mehr anbietet.

    Mit den Ziegen glaube ich dir gerne, ich kann mich schon öfters kaputtlachen wenn ich die Ziegen und den Bock aus der Nachbarschaft höre.

    Viele Grüssle

    N☼va

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    1. Tja, es war eine harte Fresskur, bin auch mit 2 kg mehr zurückgekommen und seitdem machen wir Diät :-)
      Liebe Grüße

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  2. Wenn Gastfreundschaft so groß geschrieben wird, traut man sich kaum etwas abzulehnen. So empfinde ich es immer wenn die Verwandtschaft es mit mir gut meint. Ja, da steht man wirklich kurz vor "platzen" :))
    Da ich noch nie in Ungarn war, freue ich mich sehr über all deine Erklärungen und Bilder. Die Verkaufsstände am Straßenrand sind ein wenig wie Afrika, aber warum nicht, wenn es erlaubt ist.

    Liebe Grüße
    Arti

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    1. Ohh, das mit den Verkufsstände ist am Land in der Puszta, wo es alles um das Tourismus geht, sonst ist es auch nicht überall so. :-)
      Liebe Grüße

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  3. Hallo Andi,
    sehr schöne Fotos von Euren Erlebnissen und Eindrücken und das Essen sieht total lecker aus. Kein Wunder, dass Du kugelrund warst.
    Viele Grüße, Synnöve

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  4. Nee, neee, neeeee, ich gehe gleich wieder, liebe Andi, denn ich habe einen mächtigen Kohldampf und wenn ich all die Köstlichkeiten sehe, dann halte ich das hier nicht länger aus.
    Aber in Ungarn wird Gastfreundschaft groß geschrieben, da kann man schlecht "nein" sagen...hihihi und ruckzuck hat man ein paar Kilo Hüftgold. Da heißt es, zu Hause wieder den Gürtel enger schnallen.

    Deine Eindrücke haben mir sehr gut gefallen und natürlich hüpft mein Herz beim Anblick der Adebars. :-)

    Vielen Dank fürs Mitnehmen und komm gut rein ins Wochenende.

    Liebe Grüße
    Christa

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  5. Die ungarische Gastfreundlichkeit ist mir noch angenehm in Erinnerung....ich kann mir gut vorstellen, dass man nur noch am essen ist, wenn man mehrere Freunde und Verwandte besucht. Kesselgulasch kochen ist ja richtig aufwändig...aber mit Freunden macht das sicher Spaß.
    LG Sigrun

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