Donnerstag, 4. Januar 2018

Teneriffa - La Gomera 2017/14. Cedro Tal

24. November

Wir schlafen bis 10 Uhr und es ist bewölkt, über den Bergen hängen Nebelwolken, es kann bedeuten, daß es dort oben deutlich kälter und nässer ist.
Beim Tee kochen bekomme ich fast Herzinfarkt, als mit einem großen Knall ein mächtiger Kater bei offenem Fenster auf den unteren Teil der Holztür springt und schon in die Küche reinspringen will. Kaum kann ich ihn davon zurückhalten. Irgendwie sind die Katzen mutiger geworden und jedes Mal, wenn wir was kurz offen haben, ist schon das Haus mit Katzen voll. Sogar auf dem Herd und Ledergarnitur sehe ich Pfotenabdrücke und weiß nicht mal, wann und wie sie entstanden sind. Die Katzen haben Flöhe, die uns an den Beinen auch stechen, so sind sie unerwünscht in dem Haus drin.


Wir fahren dann etwas planlos weg und halten als erstes in Hermiguas oberem Dorfteil, wo ein Koster aus dem  1600- er Jahren zu sehen ist.








Wir sind zu der Garajonay Wanderung gefahren und haben unterwegs eine Abzweigung ins Cedro Tal gesehen. Wir dachten, dieses Tal kann man nur per Wandern erreichen, aber wenn es doch einen befahrbaren Weg gibt, möchten wir heute nachschauen. Auf dem Pass oben ist es kalt, nieselnd und nebelig, aber als wir auf diesem Weg ins Tal runterfahren, lassen wir die Wolken hinter uns und kommen wir bei blauem Himmel und angenehmer Wärme unten an. Da wir nichts geplant haben, wissen wir auch nichts genaues, was wir hier machen sollten, zum Wandern haben wir nicht die richtigen Schuhe an.
Wir parken bei dem großen Freizeitgelände und laufen über Pfade erst Richtung Hermigua, kaum nach einem Kliometer erreichen wir die  Bar La Vista, wo die Wanderer alle Pause halten und essen oder Kaffee trinken. Hinter diesem Restaurant geht ein traumhaft schöner Pfad nach Hermigua runter. Diese Tour haben wir auch schon überlegt zu machen, aber der 900 m Höhenunterschied haben uns abgeschreckt. Wir hätten irgendwie auf den Pass mit dem Bus rauffahren müssen und von dort dann die Tour abwärts nach Hermigua machen können. Eine gute Idee für einen nächsten Urlaub hier. 




Kiwi?







Dann kehren wir zu unserem Ausgangspunkt zurück und gehen von dort in die andere Richtung im Wald los. Bald erreichen wir den schönsten Wald des Nationalparks, wo ein kleiner Bach durchläuft und dank diesem das Tal mit üppiger Vegetation, und Farnen vollgewachsen ist. Auch diese komischen Bäume sind hier, wie in dem "Hexenwald" auf Teneriffa in dem Anaga-Gebirge, deren Äster ständig von dem Wind zusammenstoßen und quietschen, knallen, und noch andere ganz komische Töne machen, daß man sich manchmal echt unwohl fühlt, als in einem Geisterwald.












Nach ca. 1,5 km erreichen wir die Ermita de Nuestra Senora de Lourdes Kapelle, mitten in dem Wald und daneben mit einem schönen Piknikplatz, mit Holztischen, Stühlen, getrennter Müllsammlung und einer Holzbrücke, und einem Baumstamm, aus dem Wasser rausläuft. Von hier kann man auch ganz bis auf den Garajonay wandern. Super Wanderpfade kreuzen und queren sich. Wir biegen dann auf einen Pfad ab, welche uns von oberhalb zu unserem Parklatz zurückführt. Dort essen wir unsere Sandwiches. Es musste hier ein Sommerlager für Schulkinder sein, Häuser mit Schlafplätzen, ein großer Essraum und Waschhäuser stehen hier leer und verlassen.








Gegen 15 Uhr fahren wir dann nach San Sebastian los, um die restliche Zeit des Tages mit irgendwas zu verbringen. Wir fahren oberhalb der Stadt auf einem Weg herum, um Strände zu entdecken, aber finden nichts schönes. Dafür aber hinter dem Hafen entdecken wir einen sehr schönen, gut geschützten Strand. Wieder gut zu merken, für einen zweiten Urlaub hier.








Die Zeit vergeht schnell und wir wollten noch hier in ein Tal reinfahren, wo drei Wasserspeicher sind, aber es ist schon zu spät, wir fahren schon lieber nach Hause. Wir sitzen noch draußen vor unserem Haus, trinken Tee und spielen mit den Katzen. Zum Abend gibt es heute zwei Doraden.








Wir haben noch nie auf den Kanaren so viele Tropenfrüchte gesehen, wie hier: Kiwi, Sternfrucht, Avocado, Mango und Maracuja. Exoten, die wir oft auf der Straße finden und kosten können.

Hier die Blüte von Maracuja:


und hier noch unreife Früchte:


Kommentare:

  1. Das ist dann der Nachteil bei oder mit den Katzen. Deshalb habe ich ja z.B. hinten beim Fenster des Gästehausbades von aussen ein Stück Maschendrahtzaun angebracht...da sollen die "Streuner" gar nicht erst in Versuchung kommen ins Haus reinzugehen.

    War ja auch wieder ein toller Tag, schaut wirklich superschön aus. Hier kannste sie auch finden, allerdings doch in Gärten und seltener am "Wegesrand" oder dann halt wirklich "versteckt".

    Liebe Grüssle

    N☼va

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nervig ist nur, wenn du keine Minute was offen lassen kannst im Haus, und Katzen nicht nur auf dem Boden laufen, sondern sogar auf Küchenpult springen, da sie eben nicht so sauber sind, manche hatten diese furchtbare Katzengrippe und rotzen alles zusammen, dann macht man auch gedanken wegen Hygienie.
      Liebe Grüße

      Löschen
  2. So sehen die Kätzchen ja ganz niedlich aus und ihren Augen kann man kaum widerstehen, aber wenn sie Flöhe haben, wäre ich auch sehr vorsichtig.
    Die Moose in den Bäumen sind gewaltig. So soll es eines Tages auch mal im Nationalpark Eifel aussehen. Gedanklich erinnert der Anblick an die Louisianna-Moose, die in den Südstaaten von den Bäumen hängen.
    Schön, dass ihr so viele Früchte entdecken konntet.

    Liebe Grüße
    Arti

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, ja, solche Moose haben wir schon auf Teneriffa und auf La Reunion gesehen. Ich mag sie total, machen eine mystische Stimmung.
      Liebe Grüße

      Löschen
  3. Das ist ja ein richtig dickes Fotoalbum, das ich mir nun im neuen Jahr angeschaut habe,ein schönes Tagebuch.Dir katzen sind ja niedlich aber ein Flohsack den ich auch nicht haben möchte.
    Ich lag mal auf Teneriffa Los Gigantes auf der Liege und hatte genau den Blick auf La Gomera mit einem herrlichen Sonnenuntergang. Da dachte ich schon, dort möchte ich auch noch hin. Wenn unser Hund nicht mehr da ist wird es ein Ziel neben vielen anderen.Liebe Grüsse ins Jahr 2018, Klärchen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, und auf jeden Fall ist La Gomera eine Reise wert.
      Liebe Grüße

      Löschen
  4. Das sieht nach einem schönen Ausflugstag aus, liebe Andi - und ihr habt auch gleich ein paar Entdeckungen für den nächsten Urlaub dort gemacht, das ist toll! Schade, dass die Kätzchen alle Flöhe haben - sie sehen so süß aus, aber Flohbisse sind unangenehm, das kenne ich von früher, als meine einstigen Katzen mal von irgendwoher Flöhe hatten. Die haben wir dann mit Flohhalsbändern weggebracht (auch von den Menschenbeinen - mit Flohhalsbändern um die Fußknöchel ;-)))
    Herzliche Rostrosengrüße und bis bald, Traude

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hmm, diese Bänder stinken aber extrem und bei unserer Katze früher bei meiner Mama haben die nichts gebracht, nur irgendein Salbe, was der Tierarzt in mini Portion auf Genick geschmiert hat, das hat geholfen.
      Flohbisse sind mehr als unangenehm, die jucken wie die Pest und noch zwei Wochen mindenstens danach. Oft konnte ich (schon zwei Wochen nach dem Urlaub zu Hause im Bett) nicht einschlafen, weil ich meine Fußkanten am liebsten schon abgerissen hätte von verrücktem Jucken. :-)
      Aber am alleschlimmste war in Mexiko, wo wir um die 200 Sandflybisse hatten ausshließlich entlang äußerer und innerer Fußkante. Die sind extrem qualvoll und ein Monat lang haben sie noch nachgejuckt!!!
      Liebe Grüße

      Löschen
  5. Die Katzen lieben euch, deshalb kommen sie gerne zu Besuch und hoffen wahrscheinlich, dass auch für sie ein Stückchen Dorade abfällt.

    Das Anaga-Gebirge finde ich persönlich auch toll, besonders auch die herrlichen Lorbeerwälder. Irgendwie ist dort alles wild romantisch.

    Bei diesem großen Angebot an tropischen Früchten muss man alle einfach genießen.

    Ein toller post mit wunderschönen Ein- und Ausblicken. :-)

    Heute hat es bei uns wieder den ganzen Tag geregnet, allmählich hat man es satt.

    Ganz liebe Grüße und habe noch einen schönen Abend
    Christa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wir mögen sie auch, aber die waren halt auch nicht sauber und sind zu weit gegangen. Ich mag nicht kranke Katzen auf dem Küchenpult, wo ich mein Essen zubereite. ;-)
      Liebe Grüße

      Löschen
  6. Da können die Katzen sicherlich auch nervig werden und in der Küche wollte ich sie mit Flöhen auch nicht haben ;)

    Gefallen haben mir wieder die tollen Ausblicke über die Berge zum Meer. Die kleinen Waldpfade mit dem vielen Farn erinnern beinahe ein wenig an den Odenwald - aber nur beinahe.

    Liebe Grüße
    Björn :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, leider im Odenwald war ich noch nicht. ;-)
      Liebe Grüße

      Löschen
  7. Ich weiss nicht was mir am meisten Gefällt: sind es die Ausblicke von oben ins Tal am anfang deines Posts, der dichte Wald oder das wunderbare Strand und San Sebastian. Die kurvigen and kleinen Straßen sind perfekt für so ein road-trip, da gibt es wirklich immer was tolles zu betrachten!

    Mersad
    Mersad Donko Photography

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Der Wald war was besonderes, nicht umsonst ist er Teil eines Nationalparks. ;-)
      Liebe Grüße

      Löschen
  8. Hallo liebe Andi,
    nun muss ich mal bei Dir etwas zurück lesen, hab ja ganz schön viel verpasst.
    Das sind ja eine ganze menge an Katzen, süß sehen sie ja aus, aber ich finde es auch nicht so toll wenn die Tiere auf den Tisch springen. Das durfte unser Kater Felix auch nicht und der hatte keine Flöhe oder Zecken. Ich empfinde sowas als unhygienisch.

    Schön sieht es dort aus, herrlich zum wandern. Toll das ihr noch einen Strand gefunden habt, er ist zwar nicht groß aber für eine kleine Abkühlung reicht er.

    ♥liche Grüße
    Biggi

    AntwortenLöschen