Sonntag, 9. Juli 2017

Seychellen - Teil 19. / Anse Major

17. Tag

Schon wieder ist es der letzte Tag, aber leider nicht nur auf dieser Insel, sondern von dem ganzen Urlaub. 😪
Wir wollen am liebsten nur noch faulenzen und auf einem Traumstrand liegen, aber solche wissen wir keinen mehr. Unsere Bucht, Beau Vallon gefällt uns am besten, aber blöd wäre schon (wie auf Praslin) an dem letzten Tag mit dem Auto nur 2 km zum Hausstrand zu fahren. Also, wir machen einen neuen Versuch und fahren paar Kilometer nach Norden, wo sich die Straße bald endet. Wir fahren zu weit auf einer sehr schmalen und steilen Straße, welche Sackgasse ist und parken kann man dort nicht, so müssen wir mit Qual die Strecke rückwärts schaffen. Zweites Mal ist die Luft so klar, daß man ganz klare Blicke hat, so sehen wir die Insel Silhouette vor uns, wo wir gerne mit einem Segelbootsausflug rüberfahren wollten, aber es war teuer und da wir jeden Tag das Auto hatten, wollten es nicht ungebraucht einen ganzen Tag stehen lassen.






Wir finden einen Parkplatz neben der Straße, wo große Granitfelsen sind, hier machen wir paar Fotos und entschlossen uns doch für eine kleine Wanderung. Da wir damit im Voraus nicht gerechnet haben, haben wir Flip Flops an, die nicht geeignet sind, so müssen wir in den Badeschuhen auf dem felsigen Pfad laufen. Der Pfad führt zu der Bucht Anse Major und es steht 1,5 km auf dem Schild. Der Weg führt in atemberaubend schöner Umgebung. Der ganze Hang besteht nur von glatten Granitblöcken und das starke Grün von den Pflanzen und das strahlende Blau des Ozeans machen extrem scharfe Kontraste.










Die Sonne brennt gnadenlos und der Weg scheint uns ewig lang zu sein. Auch hier gibt es schon Liebesschlösser und naturülich mit deutschen Namen drauf. Da, unter diesem Schutzzaun geht die Felswand ca. 100 m steil in die Tiefe herab.



Als wir dann endlich den ersten Blick auf die Bucht bekommen, jubeln wir vor Freude, weil wir sofort wissen, daß die Bemühung sich gelohnt hat.






Aber als wir direkt in der Bucht ankommen, sind wir bald wieder enttäuscht. Einige Ausflugsboote sind schon dort und eine große Gruppe Chinesen, die sehr laut sind und oft sich ganz unmöglich verhalten. Zwei einheimische Jugendliche versuchen an jeden, der hier ankommt, Drogen zu verkaufen, und sie schleichen ständig um unsere Sachen herum, so können wir nicht beide gleichzeitig ins Wasser gehen. Später gehen sie zum Glück weg und es kommen immer neue Leute per Fuß an, so ein italienisches Paar, das in Australien lebt und ein Düsseldorfer älteres Paar. Jede Stunde einmal kommt ein Motorboottaxi, das Leute nach Beau Vallon zurückfährt, allerdings nicht billig. 







Dieser Strand war ein Hauptgewinn für den letzten Tag. Das Wasser ist ruhig und wird langsam und stufig tief. Innen sind viele Steine, so auch viele Fische (wir haben leider die Schnorchel nicht dabei). Der Sand ist nicht weiß und mehlig, wie gewohnt, sondern grau und grobkörnig, es ist von dem Granit abgeschliffen. Ich liebe solchen groben Sand. Ein Mann holt Kokosnüsse runter und macht sie auf und verkäuft an Touristen für cirka 4 Euro. Ich muß nachdenken, wir ein einfaches Geschäft ist es, er muß die Nüsse nicht kaufen, holt einfach aus der Natur und macht gutes Geld damit. 

Wir bleiben einige Stunden hier und genießen diesen wunderbaren Ort. Es war der würdige Abschluß für den letzten Tag. Gerne gehen wir auch zu Fuß zurück, um nochmal diese schöne Natur zu genießen. Es fängt leider zu regnen an und wir werden schnell ganz naß, aber es ist egal.


Zu Hause duschen wir, holen wieder Abendessen von der Küste und ich packe. Wir bleiben heute nicht lange wach, wir müssen um 4:30 Uhr aufstehen.

Hier meine roten Sandelholzbaumkerne, die ich als Deko mit nach Hause nehmen wollte, aber traute ich mich nicht, wegen Unsicherhet mit Zoll. Sie waren so glänzend, so schön klingelnd, wenn man sie geschüttelt hat, es tat mir fast weh, die dort zu lassen und jetzt, als ich nach dem Namen gesucht habe, musste ich fast erschrecken, daß man sie im Internet kaufen kann, 5 Kerne für 3 Euro! 😲





Kommentare:

  1. Das hat sich gelohnt und wirklich ein wundervoller Abschluss von eurem Urlaub. Schade dass ihr dieses Plätzchen nicht schon eher entdeckt habt. Vielleicht wäre es in den frühen Morgenstunden der perfekte Badeplatz für euch gewesen. Wie auch immer, ein toller Urlaub der euch bestimmt ebenfalls in Erinnerung bleiben wird. Viel gesehen, einige neue Eindrücke und Erfahrungen gemacht hat er sich gelohnt.

    Die Kerne hätte ich übrigens ohne Bedenken mitgenommen, da bin ich dann doch noch unbedarfter. Sehen aus wie Bonbons *gg*

    Liebe Sonntagsgrüsse

    N☼va

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    1. Es sind Samen und die Zöllner auf den Seychellen wäre es egal, ich hatte angst wegen Deutschen, aber ja, wahrscheinlich hätte ich sie locker mitgenommen, sehr schade für mich.
      Liebe Grüße

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  2. Liebe Flögi, ich habe es schon auf dem ersten Bild von der Buch erkannt - da steht ein Boot, da sind schon Leute da! Ist fast wie beim Hasen und dem Igel, die Chinesen sind immer schon vorher da. Es ist schade, wenn man dann am Strand auch noch ständig sein Hab und Gut bewachen muss - aber Euch hat es ja trotz allem gefallen. LG sendet Marion

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  3. bei den Chinesen musste ich lachen, solche Gruppen kennen wir auch und haben sie in keiner guten Erinnerung.
    Den letzten Tag habt ihr ganz wundervoll verbracht, alleine die herrlichen Aussichten, waren den Ausflug wert. Vielen Dank fürs Zeigen.

    Liebe Sonntagsgrüße
    Arti

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    1. Danke Arti, es freut mich, daß es dir gefallen hat.
      Liebe Grüße

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